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€ 17,-



Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1980

Herausgeber: Claus Roxin / Heinz Stolte / Hans Wollschläger

Beschreibung:
Das zehnte Jahrbuch bringt die in den Mitteilungsblättern der Karl-May-Gesellschaft begonnene Methodendiskussion mit dem Thema Literaturwissenschaft und Psychoanalyse< zum Abschluß, die 1979 auch im Mittelpunkt der V. Mitgliederversammlung stand. Nach einem Kurzreferat der Podiumsdiskussion halten die Grundsatzerklärungen von Wolf-Dieter Bach und Volker Klotz die kontroversen Eckstandpunkte fest, zwischen denen eine Einigung nicht zustande kam und die ihre provozierende Kraft weiter bewähren werden. Im übrigen zeigen die Beiträge dieses Jahrbuchs erneut, wie einträchtig die verschiedenen methodischen Ansätze in der Praxis nebeneinander bestehen können. Selbst der Formale Wunsch, der im Anfang die Konzeption und Komposition der Jahrbücher bestimmte, nämlich geschlossene Themenkreise auch möglichst geschlossen zu behandeln, hat ja inzwischen vor der Fülle der andringenden Möglichkeiten zurücktreten müssen: das mag formal zu bedauern sein, ist im Sinne der Rahmenweite des Forschens aber sicher auch ein Gewinn. So verträgt sich Volker Klotz literaturwissenschaftliches Verfahrensprogramm durchaus auch wieder unfeindlich mit dem Essay über >Erkennen als lebendige Erfahrung< von Wolf-Dieter Bach. Vollends keine Frage nach der Methodik läßt Heinz Stoltes Vortrag über >Abschiede - ein Thema mit Variationen aufkommen: eine meisterhafte Motiv-Betrachtung, die Werk und Persönlichkeit in einen Blick nimmt und die früheren Analysen des Autors eindrucksvoll fortsetzt. Ebenfalls ins Werkdetail vertieft sich Helmut Schmiedts Untersuchung >Die Thränen Richard Wagners oder Der Sinn des Unsinns<, die anhand stilistischer Bizarrerien nichts weniger als gerade ein Konstruktionsprinzip in Karl Mays Kolportageromanen zutage fördert. In >Der kranke Effendi gelingt Martin Lowsky eine bedeutende tiefenpsychologische Themen-Analyse, die sinnfällig werden läßt, welche inneren Feinsteuerungen auch Mays Reiseerzählungen bewegen; darüberhinaus stellt sie einen weitführenden Beitrag zur Erkenntnis des Spätwerks >Im Reiche des silbernen Löwen< dar, dessen Interpretation heute, über ein Dreivierteljahrhundert nach seinem Entstehen, nurmehr erst begonnen hat. Hermann Wiedenroth beleuchtet >Die beiläufige Rolle der "Jüngstentages Heiligen" im Erzählwerk Karl Mays< und Christoph F. Lorenz >Karl Mays "Marienkalender-geschichten" als Dokumente der inneren Entwicklung ihres Verfassers<: beides Arbeiten, die Mays weltanschaulichen Standort in seiner Gebundenheit an Urteil und Vorurteil seiner Zeit deutlich machen. Helmut Schmiedts Literaturbericht und Erich Heinemanns Referat über die Tagung der Karl-May-Gesellschaft in Hannover 1979 setzen eine Tradition der Jahrbücher fort, die sich längst hohe Schätzung erworben hat. Das Aktenmaterial aus dem Dresdener Staatsarchiv schließlich, dessen Entdeckung Klaus Hoffmann zu danken ist und mit dessen Veröffentlichung Gerhard Klußmeier in diesem Jahr beginnt, gibt auch von dieser Seite der Forschungsaufgaben her zu erkennen, wie offen, ja uneingrenzbar das Thema Karl May immer noch ist.

Anmerkungen:
Mit Frontispiz

Seiten: 224

Format: 15,5 x 22,0 cm

Umschlag: Leinen mit Schutzumschlag

Verlag: Hansa Verlag

Bestell-Nr: 69080

Preis: € 17,- [D]



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